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Wen und zu was beraten wir?

Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) unterstützt und berät alle Menschen mit Behinderungen, von Behinderung bedrohte Menschen und Angehörige unabhängig und kostenlos in allen Fragen der Teilhabe und Rehabilitation. Beratungsthemen können z.B. sein:

  • Fragen zur Teilhabe
  • Wohnen
  • Arbeit
  • Pflege
  • Schule
  • Selbstbestimmtes Leben

Wir beraten im Vorfeld der Antragstellung.

So hat die EUTB geholfen

Britta S. (Name geändert): Selbstbestimmt Leben dank persönlichem Budget

Ich bin seit meiner Geburt spastisch behindert und sitze im Rollstuhl. Deshalb bin ich auf Unterstützung in verschiedenen Bereichen meines Alltags angewiesen. Über die Möglichkeit, mein Leben mit Hilfe von Assistenten selbstbestimmt zu gestalten, hatte ich schon länger nachgedacht. Ein Mitarbeiter des Fritz Felsenstein-Hauses hatte mir eine Beratung bei der EUTB empfohlen. Dort hat man mir geholfen, meinen Unterstützungsbedarf zu erfassen und die Antragstellung auf ein persönliches Budget beim Bezirk Schwaben beratend begleitet.

Die Beraterin hat selbst eine Behinderung und lebt mit Assistenz, dadurch habe ich mich sofort verstanden und ernst genommen gefühlt. Sie konnte mir aus eigener Erfahrung viele Anregungen zur Assistenzsuche, Anstellung und den Umgang mit Assistenten geben. Mittlerweile lebe ich seit knapp einem Jahr mit zwei Assistenzkräften, die mir im Haushalt, bei der Pflege und in der Freizeit zur Seite stehen. Dadurch hat sich meine Lebensqualität sehr verbessert und ich kann endlich selbstbestimmt meinen Interessen nachgehen.

 

 

Jonathan F. (Name geändert): Freizeitassistenz bei Downsyndrom

Mein Sohn Jonathan ist 24 Jahre alt. Er hat das Downsyndrom. In seiner Freizeit musiziert Jonathan gerne. Damit er regelmäßig seine Klavierstunden sowie das Orchester besuchen kann und in der Freizeit selbstbestimmt und unabhängig vom Elternhaus mit seinen Freunden etwas unternehmen kann, haben wir uns entschlossen, ein persönliches Budget zu beantragen, eine Geldleistung, mit der Menschen mit Behinderung ihre Assistenz bezahlen können.

Die Beraterin der EUTB hat sich Zeit für mich und Jonathan genommen und die einzelnen Schritte kompetent begleitet. Im Beratungsgespräch haben wir gemeinsam Jonathans Bedürfnisse und Wünsche besprochen und uns überlegt, wie wir diese den Mitarbeiter*innen des Bezirks anschaulich schildern können. Ich wurde im Vorfeld der Antragstellung beraten und habe darüber hinaus wertvolle Hinweise erhalten, was bei der Anstellung einer Assistenzkraft im Arbeitgebermodell zu beachten ist. Als besonders hilfreich habe ich als Mutter auch die Unterstützung durch die Beraterin der EUTB während der Budgetkonferenz erlebt, in der die Ziele und die Höhe der Geldleistung mit dem Bezirk Schwaben verhandelt werden.

Jonathan genießt sein Leben und seine Freizeit mit Freizeitassistenz und ich bin sehr dankbar für die Unterstützung und Beratung der EUTB. So ist es uns gelungen, für Jonathan mehr Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu erreichen.

 

 

Sabine S. (Name geändert): Unterstützung, Beratung und Begleitung bei der Beantragung und dem Einsatz einer Schulbegleitung

Mein Sohn Sandro (Name geändert) wurde 2012 mit dem Downsyndrom geboren und hatte noch ein paar weitere Baustellen mit im Gepäck. Anfang 2019 stand die Schulwahl an. Nach langem Abwägen entschieden wir uns für eine Förderschule. Schon im Kindergarten hatte er aufgrund seiner ausgeprägten Schluckstörung eine Individualbegleitung für die vollumfänglichen Stunden an seiner Seite. Ich setzte mich dafür ein, dass mein Sandro diese Begleitung auch in der Schule weiterhin bekommen konnte, da er sie aufgrund der Schluckstörung und weiterer Defizite dringend benötigt. Leider lehnte die Schule eine Individualkraft immer wieder mit unterschiedlichen Begründungen ab. In den Ferien vor Schulbeginn gab es dann wieder mehrere Notfallsituationen. Deshalb wollte ich das Thema unbedingt nochmal angehen. Einen Schulbesuch ohne diese Begleitung konnte ich mir einfach nicht vorstellen. Therapeuten und auch der Kinderarzt waren ebenfalls dieser Ansicht. Leider sperrte sich die Schule trotz mehrerer ärztlicher Atteste weiterhin.

Durch die Ergotherapeutin meines Sohnes wurde ich dann auf die EUTB aufmerksam und bekam auch schnell einen ersten Termin zum Gespräch. Die Beraterin ist selbst Mutter eines Sohnes mit Downsyndrom und ich fühlte mich von Anfang an sehr verstanden. Sie bot mir an, mit zu einem Gespräch in die Schule zu kommen und mich zu unterstützen. Wir stellten einen Antrag beim Bezirk und auch zu dessen Begutachtung in der Schule begleitete die Beraterin der EUTB mich. Sie konnte letztendlich der Schule doch nochmal die Wichtigkeit nahe bringen und auch die Gutachterin vom Bezirk war schnell von der Notwendigkeit einer Individualbegleitung für meinen Sohn überzeugt. Dann ging alles recht schnell. Schon nach kurzer Zeit lag eine Genehmigung durch den Bezirk vor und auch eine geeignete Begleitung wurde von der Schule schnell gefunden.

Inzwischen hat sich alles sehr gut eingespielt. Mein Sohn geht jeden Tag mit großer Freude in die Schule und ich als Mama weiß mein Kind gut versorgt und kann die Zeit endlich nutzen, um Kraft für anfallende Alltagsdinge zu sammeln und Termine wahrzunehmen. Ich bin sehr dankbar für diese tolle Beratung, Unterstützung und Hilfe in einer für mich zuerst scheinbar ausweglosen Situation.

 

 

Anna I. (Name geändert): Begleitung bei der beruflichen Neuorientierung

Wenn man wie ich mitten im Berufsleben steht und sich völlig unerwartet eine chronische Erkrankung in das eigene Leben schleicht, dann steht die Welt plötzlich Kopf. Ich stand von heute auf morgen vor einem großen Berg an unlösbaren Problemen, in medizinischer, aber vor allem auch in beruflicher Hinsicht.

Fragen zur Erwerbsminderungsrente und zur Anpassung meiner beruflichen Situation drängten sich mir auf. Und genau in dieser Situation habe ich mich an die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) gewendet. Dies war genau der richtige Schritt, denn ich bekam bei der EUTB eine individuelle Unterstützung auf Augenhöhe. Die Beraterin nahm sich viel Zeit für mein Anliegen und es wurde mir stellenübergreifend neue Wege aufgezeichnet. Wege, wie sich durch Leistungen zur „Teilhabe am Arbeitsleben“ mein bisheriger Arbeitsplatz neu gestalten könnte, aber auch, welche Optionen bezüglich neuer beruflicher Wege sich entwickeln könnten.

Mein Weg zurück ins Arbeitsleben ist noch im Fluss, es ist noch ein weiter Weg, bis ich dort wieder angekommen bin. Aber ich weiß, dass ich diesen Weg nicht alleine gehen muss, sondern fachlich kompetente und kreative Unterstützung von der Beratungsstelle EUTB erhalten kann.